Umgangsrecht entlastet Alleinerziehende

Umgangsrecht entlastet Alleinerziehende!?

Ist das Umgangsrecht nicht das Letzte, was Alleinerziehende brauchen können?

 

Näherliegend scheint doch erst einmal, dass Kinder satt werden. Der „Alleinerziehendenentlastungsbetrag“ soll künftig um 600 Euro auf 1.908 Euro erhöht werden. Dank der steuerlichen Entlastung bleibt nun mehr übrig im Geldbeutel der Alleinerziehenden und sie werden endlich finanziell besser entlastet.

Für die materielle Sicherheit von „Trennungskindern“ ist nun also zusätzlich zum Kindesunterhalt noch besser gesorgt. Das ist schon mal was!

 

Angesichts des Armutsrisikos bei Alleinerziehenden wäre natürlich noch mehr Entlastung zu wünschen. Alleinerziehende sind ja nicht nur finanziell belastet. Denn damit Alleinerziehende wirklich Entlastung erfahren, braucht es mehr als eine Erhöhung von Steuerfreibeträgen.


Umgangsrecht entlastet Alleinerziehende

Gut, dass Alleinerziehende steuerlich noch mehr entlastet werden. Das Kind hat nach der Trennung seiner Eltern ein Recht auf materielle Sicherheit. Dazu gehört auch ein Taschengeld schon für Vierjährige.


Und für den Rest sorgt das Recht auf Umgang mit beiden Eltern (§ 1684 Absatz 1 BGB). Es genügt dabei natürlich nicht, dass das Umgangsrecht geregelt ist. Denn für das Kind zählt nur, ob der Umgang auch stattfindet.

Umgangsabbruch belastet Alleinerziehende

Das aber scheint oft kaum möglich. Vater aus Stuttgart mit Kind in Flensburg?

Wenn der Vater nach der Trennung weit entfernt von seinem Kind lebt, ist der Abbruch der Eltern-Kind-Bindung oft naheliegend. Die Folgen trägt auch die alleinerziehende Mutter. Von stundenweisen kinderfreien Zeiten können Alleinerziehende nach einem Abbruch des Umgangs nur noch träumen. Sie sind ohne Aussicht auf eine Pause Tag und Nacht herausgefordert, das leibliche und auch das seelische Wohl des Kindes alleine zu sichern. Besonders erdrückend wird die Belastung für Alleinerziehende, wenn in Folge des Umgangsabbruchs dann auch noch der Kindesunterhalt aussteht. - Der „Alleinerziehendenentlastungsbetrag“ ist dann alles, was an Entlastung noch übrig bleibt.

Wenn wir schon im Zusammenhang mit Kindern von Geld und Vermögen reden...

Steuerliche Entlastungen der Alleinerziehenden sind notwendig und dienen dem Kindeswohl. Aber ob Kinder mit zwei Elternhäusern ihre Trennungserfahrung auch konstruktiv verarbeiten, hängt nicht vom Geld, sondern vom zuverlässigen Umgang mit dem entfernt lebenden Elternteil ab.

Und wenn ein Kind nach der Trennung den Umgang mit seinem entfernt lebenden Vater verliert, tragen wir alle die Folgen. Auch als Steuerzahler.

 

Wie können wir also Kinder mit zwei Elternhäusern vor der fatalen Form der Armutsgefährdung, nämlich der „Verarmung an Bindungssicherheit“, schützen? Könnten wir doch die Kinder ganz einfach entlasten von der ständigen Sorge, ob Papa denn wirklich in 28 Tagen wieder kommt!

Wäre das nicht ein wirklich gewinnbringender "Kinderentlastungsbeitrag"?

Umgangssicherheit zahlt sich aus

Alleinerziehende brauchen also mehr als Steuerentlastungen. Alleinerziehende brauchen entlastete Kinder. Das kann nicht das Finanzamt regeln.

 

Das Sozialunternehmen Flechtwerk 2+1 hat mit seinem Besuchsprogramm „Mein Papa kommt®“ ein bundesweit einmaliges Angebot initiiert, wie sich Ehrenamtliche ganz einfach und praktisch für das Wohl von „Trennungskindern“ engagieren können.Denn erst verbesserte Bedingungen zur Umsetzung des Umgangs selbst über weite Entfernungen können Bindungsabbrüche zwischen Eltern und Kindern verhindern. 

 

Ansonsten setzt sich die Armutsgefährdung der Kinder in Alleinerziehenden-Familien trotz  „Alleinerziehendenentlastungsbetrag“ fort. Nämlich als Gefährdung durch "Bindungsarmut“.

Auch das ist eine Form von Armut.

 

Bei aller Freude über eine steuerliche Entlastung der Alleinerziehenden:

Erst das Kindeswohl ist es, was eine Mutter und einen Vater tatsächlich entlastet. Dazu gehört mit Blick auf das Kind vor allem anderen der sichere Umgang zum entfernt lebenden Elternteil.


Sicherer Umgang zahlt sich nicht in der Steuererklärung aus.

Aber in einem ganzen Kinderleben.

                       


Flechtwerk 2+1 hofft, wir konnten dir helfen.

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Was macht Flechtwerk 2+1 eigentlich? Wir vermitteln Väter und Mütter nach der Scheidung kostenfreie Übernachtungsplätze am Wohnort des Kindes. Wenn du jemand kennst, der oder die unsere Initiative benötigen, dann kannst du uns auch weiterempfehlen.