Unternehmensprofil

Das Unternehmen "Flechtwerk 2+1 gGmbH" mit Sitz in München ist Träger des Programms

"Mein Papa kommt" und vermittelt getrennt lebenden Vätern und Müttern Übernachtungsmöglichkeiten bei ehrenamtlichen Gastgebern am Wohnort des Kindes. 

 

Die Idee dazu hatte die Pädagogin Annette Habert im Jahr 2008, als ein neunjähriger Junge ihr einen Wunsch anvertraute: „Mein Papa besucht mich jedes Wochenende. Aber das geht nur im Sommer. Da kann er im Auto schlafen. Kannst du da was machen?“. Die Vorstellung, dass ein Kind nach dem Papa-Tag im Kinderzimmer in dem Wissen einschläft, dass sein Vater draußen auf dem Parkplatz pennen muss, hatte Annette Habert tief betroffen gemacht. So war die Idee zum Programm "Mein Papa kommt“ geboren.

 

Im Jahr 2012 gründete Annette Habert mit dem Soziologen Jobst Münderlein die Flechtwerk 2+1 gGmbH. Jobst Münderlein ist geschäftsführender Gesellschafter der Flechtwerk 2+1 gGmbH, Annette Habert Initiatorin von "Mein Papa kommt“ und Gesellschafterin der Flechtwerk 2+1 gGmbH. Beide sind bzw. waren selbst Alleinerziehende und kennen die Sorgen und Probleme von Familien mit zwei Elternhäusern aus dem eigenen Erleben.

 

Im April 2012 zeichnete Bundeskanzlerin Merkel, die unter der Marke "Mein Papa kommt" bekannt gewordene Initiative, mit dem Bundespreis von "startsocial“ aus. 2015 erhielt die Flechtwerk 2+1 gGmbH durch die Aufnahme von Annette Habert in das Fellowprogramm von Ashoka und durch eine Förderung der auridis Stiftung großartige Unterstützer, um das Programm weiter auszubauen. Inzwischen beschäftigt das Unternehmen vier Mitarbeiter.

 

Die gemeinnützige Flechtwerk 2+1 GmbH ist Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband, dem "Zukunftsforum Familie e.V.“, "Bundesforum Männer e.V.“ und dem Netzwerk "Erfolgsfaktor Familie“ und anerkannter Träger der Freien Jugendhilfe. In dieser Funktion und diesen Netzwerken engagieren wir uns mit unserem pragmatischen Angebot für die Bindungssicherheit von Kindern mit zwei Elternhäusern.

Ziele

Kinder mit zwei Elternhäusern brauchen stabile Bindungen und die Gewissheit, dass jeder von ihnen auch weiterhin verbunden ist mit dem Beziehungsgeflecht einer tragenden Gemeinschaft.

 

Das Ziel des Unternehmens Flechtwerk 2+1 ist es, Kindern mit zwei Elternhäusern Bindungssicherheit zu ermöglichen. Dies ist eine wichtige Grundlage zur Entwicklung anderer sozialer Kompetenzen im Laufe eines Lebens. Gefahren für diese Sicherheit drohen Kindern in Deutschland vor dem Hintergrund einer steigenden Anzahl von Scheidungen bzw. Trennungen und der häufig resultierenden großen räumlichen Entfernung zu einem Elternteil. Diesen Gefahren tritt Flechtwerk mit seinem Besuchsprogramm "Mein Papa kommt“ entgegen. Die Vision ist eine Gesellschaft, deren Stabilität sich durch feste Bindungserfahrungen erhöht und insgesamt ein friedlicheres Zusammenleben ermöglicht.

 

Zu den Leistungen von Flechtwerk gehört zum einen die praktische Unterstützung in Form eines Matchings zwischen Gastgebern am Ort des Kindes und dem anreisenden Elternteil. Das Ziel ist es, ein unterstützendes Gastgeber-Netzwerk aufzubauen, damit bis Ende 2018 weitere 1.000 getrennt lebende Väter und Mütter mit ihren an einem entfernten Ort lebenden Kindern im Alter zwischen null und zehn Jahren verbunden bleiben können. 

 

Im Aufbau befindet sich derzeit auch das Angebot "Kinderzimmer auf Zeit": Dabei handelt es sich um kindgerechte Räume, z.B. in Kindergärten, Mütter-, Väter- und Familienzentren, die am Wochenende von jeweils einem Flechtwerk-Vater mit seinem Kind zum gemeinsamen Spielen genutzt werden können.

 

Zusätzlich bietet Flechtwerk ein pädagogisches Elterncoaching per Telefon oder Skype an. Dieses dient dazu, die Eltern in ihren Kompetenzen zur Gestaltung des Umgangs und der gemeinsamen elterlichen Verantwortung zu stärken. Die weiten Entfernungen zwischen Vater und Kind finden dabei besondere Berücksichtigung.

 

Dank

Wir bedanken uns bei unseren Hauptförderern Ashoka Deutschland gGmbH und auridis gGmbH sowie all unseren anderen Partnern, die uns geholfen haben, unseren Platz als Sozialunternehmen für Kinder mit zwei Elternhäusern einzunehmen.

 

Unser größter Dank geht an unser stetig wachsendes Netzwerk von wunderbaren Menschen, die sich als ehrenamtliche Gastgeber bei uns engagieren. Ohne sie wäre "Mein Papa kommt" nicht möglich!